Dienstag, 13. Oktober 2020
Chanson

Arno BE

Price: 
42.-
Price presales: 
38.- (+ Ticketsteuern)
Doors: 
19:00 till 1 am

for fans of: Christophe, Serge Gainsbourg, Tom Waits

Arno zerzaust, zerkratzt, befreit. Der Unruhestifter aus Ostende ist ein Poet. Dort, wo der Normalsterbliche Kälte und Eis sieht, entdeckt er Gemälde des Künstlers Léon Spilliaert, Sohn eines Parfümeurs, wie er an den Küsten der Nordsee geboren, jedoch ein Jahrhundert früher. «Spilliaert entzündet den Deich, wie jeden Abend/ … Er malt uns die Gezeiten, den Himmel und unsere Blicke/ich bin allein mit dir, Oostende bonsoir», schreiben Arno, Mirko Banovic, sein Bassist, und Sophie Dewulf, selbst Lyrikerin und auch Autorin des sentimentalen Tchip Tchip c’est fini, einem der elf Stücke von Arno’s dreizehntem Album, Santeboutique. Alle anderen Texte stammen von Arno.

Laut Arno lohnt sich zumindest eines: das Adrenalin, das Erregung und Vergnügen in den Venen einer/eines jeden Künstlers*in fliessen lässt. Daher auch seine Warnung: «Ich mache Musik für Konzerte». Das sei das ultimative Ziel.

Und in dieser Hinsicht ist Santeboutique perfekt: angespannt, energetisierend, millimetergenau gearbeitet, abrasiv. Das Album verwirrt und berührt – das zeigt auch das Cover: Arno tritt in den Sand von Groot Strand, dem grossen Strand der belgischen Badehauptstadt am Meer. Der Begriff «santeboutique» ist belgisch, betont Arno, mit klugem Blick, jugendlichem Lächeln und schelmischer Geste. Er bedeutet Bordell, Tohuwabohu…

Um musikalisch er selbst zu bleiben, zieht Arno den Musikproduzenten John Parish hinzu. «Er kennt mich, und er weiss, was ich nicht mag: saubere Klänge und die Dinge, die «klingen wie…». Arno traf PJ Harveys britischen Komplizen im Jahr 2011 während eines Konzertes in Paris, «zusammen mit Gästen wie Steff Kamil, dem Bassisten von dEUS». Seitdem hat Parish an Futur Vintage im Jahr 2012 und Human Incognito im Jahr 2016 mitgearbeitet und Arno damit einen unverwechselbaren Klang verliehen.

 


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